Gruppenkläranlage Leiwen

 

Das Gruppenklärwerk Leiwen, ausgelegt für 32.000 EGW, liegt zwischen den Gemeinden Köwerich und Leiwen auf der rechten Moselseite bei Flußkilometer 160,00.

 

Das Gesamtgelände hat eine Größe von ca. 3 ha; der eingezäunte Klärwerks-bereich eine Größe von ca. 1,3 ha.

 

Das Gelände grenzt im Osten an die Landesstraße L 48, von wo aus die Hauptzufahrt zum Klärwerk erfolgt. Im Hochwasserfall kann das Klärwerk über Weinbergswege sowohl von Köwerich als auch von Leiwen erreicht werden.

 

Das Klärwerk ist innerhalb des Gesamtgeländes hangseitig hochwasserfrei angeordnet, der moselseitige Geländeteil ist als Retentionsraum für die Mosel ausgebildet.

Gruppenkläranlage Leiwen

Auf dem Klärwerksgelände kommen 3  und demnächst 4  Zulaufleitungen an, die jeweils als Druckleitung ausgebildet sind.

Druckleitung I befördert das Abwasser der Gemeinden Köwerich, Klüsserath, Thörnich, Ensch, Detzem, Schleich und Pölich zum Klärwerk.

Über Druckleitung II wird das Abwasser der Gemeinde Leiwen zum Klärwerk gepumpt. Mit der 3. Leitung wird zukünftig das Abwasser aus der Gemeinde Trittenheim ebenfalls der Anlage zugeleitet.

Eine weitere Leitung befördert das Schmutzwasser aus dem Bereich des Feriendorfes Eurostrand Mosel zur Kläranlage.

Aus den 2 Druckleitungen gelangen im Trockenwetterfall 270 m³ Abwasser pro Stunde, im Regenwetterfall bis 460 m³ pro Stunde, zur mechanischen und biologischen Abwasserreinigung ins Klärwerk. Über die neue 3. Leitung wird zusätzlich maximal 130 m³/h an Abwasser der Kläranlage zugeleitet.

 

Allgemeine Beschreibung der Klärwerksfunktion:

 

Zur Reinigung der in der Kanalisation der Abwassergruppe Leiwen erfaßten Schmutzstoffe arbeitet das Klärwerk nach dem Prinzip der Selbstreinigung der Gewässer.

Das Klärwerk ist als mechanisch-biologische Belebungsanlage mit gemeinsamer aerober Stabilisierung des anfallenden Schlammes ausgebaut.

Die mechanische Reinigung wird durch eine Rechenanlage und einen Sandfang erreicht.

Sogenannte "Grob-, Sink- und Schwimmstoffe" werden aus dem Abwasser entnommen. Die anschließende biologische Reinigung erfolgt in 2 Kombinationsbecken. In den außenliegenden Belebungsbecken werden Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen bei gleichzeitiger Schlammstabilisierung aus dem Abwasser entfernt. In den innenliegenden Nachklärbecken wird das Belebtschlamm-/Abwasser-Gemisch voneinander getrennt, bevor das gereinigte Abwasser in die Mosel eingeleitet wird.

In der weiteren Schlammbehandlung wird der anfallende mineralisierte Klärschlamm maschinell vorentwässert und in 3 Schlammspeicherbecken bis zur landwirtschaftlichen Nutzung zwischengelagert. Sollte diese Naßschlammnutzung nicht möglich sein, wird der Klärschlamm mit einer Kammerfilterpresse entwässert, auf Schlammplätzen bis zur landwirtschaftlichen Verwertung zwischengelagert oder auf einer Deponie endgelagert.

Als weitere Variante der Schlammbehandlung steht auf dem Klärwerk ein Schlammvererdungsteich zur Verfügung, in den der Klärschlamm in nassem Zustand eingebracht wird.

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Verbandsgemeindewerke Schweich | info@wasser-schweich.de